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Nr. 2 Dezember 2013

Kurz vor den Feiertagen kommt die zweite Ausgabe von Impulsiv(ES). Haben Sie den ersten Newletter verpasst? Dann schauen Sie einfach bei www.ordnung.com vorbei. Dort finden Sie alle Ausgaben und weitere Informationen.


Wir wünschen tolle, erholsame Tage und freuen uns auf 2014. Viel Freude bei den impulsiven Impulsen von ES.

Ihre
Edith Stork

 

aktuell

Neuestes + Fundsachen aus der Welt der Ordnung

Bundestag kommt nicht „auf den Hund“

Abgeordnete dürfen keine Hunde mit in den Bundestag bringen (einzige Ausnahme = Blindenführhunde), so lautet eine von 128 Regeln, die in der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages stehen. „Draußen bleiben" heißt´s auch künftig für Hunde, denn Bluffen, Knurren, „Bellen“ - bei politischen Debatten eine häufig wahrnehmbare Hörkulisse - übernehmen „gewählte“ Zweibeiner; einige von ihnen verlangen nun Unterstützung und Anwesenheit ihrer lieb gewordenen Vierbeiner: Im Sommer 2013 wandten sich 15 Bundestagsabgeordnete von SPD und Grünen mit der Bitte an Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU), „dem Wunsch vieler Abgeordneter nachzukommen und die Hausordnung des Deutschen Bundestages dahingehend zu ändern, dass das Mitbringen von Hunden zulässig ist“.

Dieser Bitte wurde nicht entsprochen. Wuff.

*Brutus (Foto) war auch gar nicht begeistert.

Zur Bundestags-Hausordnung

gefragt

Drei Fragen zum Thema „Ordnung für Kinder“ an Edith Stork.

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Impulsiv(ES):
Kann man das Thema „Ordnung“ kindgerecht behandeln?

Stork: Ja! Kindgerecht heißt: die „Wieso,Weshalb,Warum-Fragen einfach und verständlich beantworten. „Ordnung machen“ muss kein leidiges Thema für Kinder sein. Sie haben natürlich keinen angeborenen Aufräumtrieb, aber machen durchaus Ordnung, wenn sie deren Notwendigkeit und Vorteil spielerisch lernend erkennen.

Kinder lieben das Chaos

www.familie.de/ordnung-kinder/

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Was sollten Eltern bzw. Erwachsene im Umgang mit Kindern beim Thema „Ordnung“ unterlassen?

Fragen wie „Mama, warum muss ich schon wieder aufräumen?“ kann man anders beantworten als mit „Darum!“ oder mit „Ich will, dass Dein Zimmer aufgeräumt ist!“ Ordnung fängt wie jede Wissenschaft „im Kopf“ an: Denken – Verstehen – Ausprobieren. Ziel ist: Die Kinder stellen Fragen, wir finden gemeinsam Antworten! Kinder lassen sich durchaus zur Ordnung animieren, wenn ihnen der Zeitgewinn für andere schöne Sachen glaubhaft vermittelbar ist.

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Ist der Erwachsenen-Sinn für Ordnung grundsätzlich identisch mit dem von Kindern?

Nein! Kinder können jedoch spielerisch verschiedene Grundordnungen lernen. Wo gehört was hin, wie sortiere ich wertvolle und weniger wertvolle Spielsachen? Damit Kinder nicht das „ständige Ordnung machen müssen“ emotional negativ besetzen, sollte das Aufräumen nicht autoritär erzwungen werden. Wenige, aber effektive Regeln konsequent eingesetzt können Wunder bewirken.


empfohlen

Das Glück der Unerreichbarkeit
Wege aus der Kommunikationsfalle 
Miriam Meckel

„Immer und ewig“ o d e r  „endlich einmal nicht“ erreichbar zu sein -  wenn beide Extreme gleichermaßen Glücksgefühle bei unterschiedlichen Gruppierungen auslösen können, kehrt sich kein Trend um. Es geht vielmehr um das Bewusstmachen von Prozessen und Aktionsketten. Ist darum ein Leben ohne Handy, Email und Internet auf Zeit vorstellbar? Miriam Meckel spricht sich für ein freiwillig gewähltes, zeitweises Abschalten dieser digitalen Zeitdiebe aus. Kritische Fragen sind angebracht: Machen uns die neuen Kommunikationsmittel wirklich effizienter oder setzen wir diese fälschlicherweise mit schnellerem Arbeiten gleich?
"Die Kommunikationspause ist nicht Faulheit, sondern ein ganz kreativer, konstruktiver Moment, der mich regeneriert, mir neue Ideen gibt und mich glücklich macht.", so Miriam Meckel.  Die Autorin versteht es, die Qualität von moderner Kommunikation zu hinterfragen. Chancen des schnellen Agierens liegen in der Nutzung der heutigen Vielfalt an Kommunikationsmitteln, die aber in Risiken umschlagen, sobald der Zeitdruck auf Kosten möglicher Qualität geht.

Es handelt sich um ein gleichermaßen nachdenkenswertes wie unterhaltsames Sachbuch mit vielen praktischen Beispielen aus dem Leben der Autorin. Das Glück der klugen Unerreichbarkeit ist förmlich zu spüren, wenn man als Leser, Berufstätiger oder Privatmensch die Bereitschaft entwickelt, bewusste Pausen einzulegen, ohne dabei das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen.

Miriam Meckel: Das Glück der Unerreichbarkeit


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nachgehakt

Trend: Kinderuniversitäten fördern den Geist von Kindern

Kinderuniversitäten sind keine eigenständigen akademischen Stätten, sondern Veranstaltungen, die seit gut 10 Jahren an rund 50 Hoch- und Fachhochschulen angeboten werden. Grundgedanke dieser so erfolgreich laufenden regelmäßigen Aktionen ist es, in der Regel Kinder zwischen 8 und 12 Jahren für die Wissenschaft zu begeistern und als wertvolle „Studierende von morgen“ zu sehen. Als bleibende Erinnerung vergeben die meisten Kinderuniversitäten „Kinder-Diplome“ oder individuell gestaltete Teilnahmeausweise.

Eltern sind keine „Begleitpersonen“ ihrer Kinder, sondern können allenfalls die Vorlesungen an Bildschirmen außerhalb des Hörsaales verfolgen. Das ermöglicht dem Dozenten eine unmittelbare und direkte Ansprache von Kindern ohne äußere Einflussnahme.

Die „Vorlesung für Kinder“ hat sich zu einem Markenzeichen von Universitäten entwickelt. Die kindgerechte Vermittlung von Sachinhalten beschränkt sich mittlerweile nicht nur auf die Durchführung von Veranstaltungen, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, Vorlesungsinhalte in Büchern zu vertiefen und gezielt Kinder mit kurzweiligen und spannenden Erklärungen anzusprechen. Kindgerechte Fragen wie „Warum können wir lesen und schreiben?“ über „Warum brauchen wir Geld?“ bis hin zu ganz Konkretem „Wie funktioniert eigentlich ein Handy?“ werden zu typischen Vorlesungstiteln.

Die wachsende Akzeptanz in Lehre und Praxis zeigt sich allein dadurch, dass es an der Universität Oldenburg – neben einer Kinderuniversität – seit acht Jahren eine Arbeitsstelle für Kinder-Forschung gibt.

Expertenmeinung – Edith Stork, Beraterin für Büro-Organisation, Oberursel
Was meinen Sie dazu, Frau Stork?

Kinderuniversitäten sind aus unserer heutigen akademischen Welt nicht mehr wegzudenken – und das ist gut so! Wir alle kennen es: Kinder können einem ein Loch in den Bauch fragen. Sie „erforschen“ ihre eigene kleine Welt mit offenen Augen und staunenden Fragestellungen. Darum bietet es sich an, den wissensdurstigen Nachwuchs in regelmäßigen Abständen einfach „auf die Universität“ zu schicken.

Besonders begrüßenswert finde ich, dass neben informativen, unterhaltsamen und visualisierten Lehrstunden die Lehrenden aufgefordert sind, sich selbst wieder zu erden und Kindern komplexeste Zusammenhänge in verständlicher Weise nahe zu bringen. 

So entstehen kurzweilige Einführungen in die verschiedensten Wissensgebiete. Folglich überrascht es mich nicht, dass die Hörsäle bei den deutschen Kinder-Unis meist bis auf den letzten Platz besetzt sind.

Mich begeistert die Spannbreite von Inhalten, die an Kinderuniversitäten gelehrt werden: Es finden sich Themen aus Grundlagenwissenschaften und Naturwissenschaften über Kultur- bzw. Geisteswissenschaften bis hin zu Angewandten Wissenschaften.

Ausgangspunkt ist stets eine Frage, die Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren stellen (könnten); so entstehen Ideen für Vorträge.

Es gibt keine natürlichen Grenzen für die Vielfalt möglicher Themen, sofern die Bereitschaft der Lehrenden besteht, Kinder in einfacher Sprache zu begeistern.

Darum unterstütze ich z.B. die Kinderuniversität Lausitz und habe dort das Thema „Ordnung ist Luxus“ oder „Wer Ordnung hält, ist zu faul zum Suchen“ eingeführt.

Das Thema der kindgerechten Ordnung ist kein Trendbaustein; es wird immer  mehr zu einem wichtigen Grundsatzthema in unserer Gesellschaft!

http://www.die-kinder-uni.de/html/

Margaret Atwood, " Moralische Unordnung"


persönliches

Ich habe mir überlegt: Soll ich, soll ich nicht? Ergebnis: ich soll etwas zu Weihnachten, und weil es Weihnachten ist, dem Geburtstag von Jesus Christus, nebst alljährlichem Weihnachtskonsum notieren.

Es gibt die Weihnachtsgeschichte von Heinrich Böll: „Nicht nur zur Weihnachtszeit“, aus dem Jahre 1952. Eine seiner ersten Satiren. Inhalt kurz: Tante Milla hat einen Weihnachtskollaps und schreit, wenn der Baum abgeschmückt wird. In Folge wird an jedem Tag des Jahres  Weihnachten gefeiert. In bester Erinnerung an den Film, den es dazu gab, ist mir die Tannenspitze, auf der drei Engel steckten und sich ständig drehend sangen:

Frieden, Frieden, Frieden

Da ich Ihnen, meine lieben Leser, Chaoten, Ordnungsfans und Ordnungssehnsüchtige, die ganz ganz Ordentlichen nicht zu vergessen, diese Geschichte in Gänze nicht abdrucken kann, schauer Sie hier: Mehr auf spiegel.de oder in der Frankfurter Neuen Presse.

Nicht nur zur Weihnachtszeit ist eine Erzählung von Heinrich Böll, die der Autor während der Zusammenkunft der Gruppe 47 auf Schloss Berlepsch Anfang November 1952 las. Bereits im darauf folgenden Monat wurde die kleine Erzählung von Alfred Andersch herausgegeben. Nach Sendung der Hörfunkfassung noch im selben Jahr warf Pfarrer Hans-Werner von Meyenn dem Autor Böll „Verunglimpfung des deutschen Gemüts“ vor.


Mein Redaktionsteam und ich wünschen Ihnen ein gemütliches Fest und ein gutes Neues Jahr. Mein selbstgebasteltes Tännchen zeigt Ihnen mein romantisches Wesen & Verhalten zum Fest als meine letzte ordentliche Handlung in diesem Jahr an.

Ihre

Edith Stork

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